Bericht vom Jubiläumskurs 4. – 7. September 2025 in Ludwigsburg mit Jaimen McMillan

„Tun, was funktioniert – der Raum als Werkzeug, um Dinge zu schaffen“ –„Doing what works – Space as a tool to get things done“

Ende Oktober bekam ich von Marita Tulloch die Anfrage, ob ich einen Bericht schreiben könnte vom Wochenende Anfang September….  Ui, dachte ich, das ist lange her: dazwischen war ich in der Bretagne, an einem Baumkongress, habe Kurse gegeben, war beim Zahnazt, wie halt das Leben in seiner Buntheit ist. Doch genau so war eben auch unser Wochenende!

Also: Es war ja nicht ein gewöhnliches Wochenende für Levels aller Arten in Ludwigsburg, wie wir das gewohnt sind und lieben. Nein, es war ein Jubiläumsanlass:

  • 75. Geburtstag von Jaimen McMillan, Inspirator, Gründer und Leiter der Bewegung „Spacial Dynamics®“
  • 40 Jahre Spacial Dynamics®
  • 25 Jahre Kurse in Deutschland
  • 30. Hochzeitstag von Dorothea und Jaimen

So begann der erste Abend feierlich im großen Festsaal der Ludwigsburger Waldorfschule, wo wir als Kurse schon so lange zu Gast sein dürfen.  Eine Begrüßung und zwei wunderbare Sologeigenstücke eröffneten den Abend. Neben der großen Filmleinwand stehend, erzählte Jaimen McMillan aus seinem Leben, davon wie er immer die Dinge suchte, die dem Leben Gelingen bringen, wie er forschte in den Bewegungen der großen Sportler, wie er Naturphänomene, vor allem das Wasser, beobachtete und wie dabei auch seine Ursprungsfamilie ganz wichtig war. Zu aller großer Freude durften wir dann einige Kapitel aus dem sehnlich erwarteten Film sehen, an dem Jaimen und Dorothea schon seit Jahren arbeiten. Ein großes Dankeschön an alle, die daran mitarbeiteten! Es war sehr berührend und schön! Ein Danke auch für die großartige Dokumentation zu Spacial Dynamics® Übungen. Es wird eine Fundgrube sein für uns alle!

Nun will ich keine Zusammenfassung hier schreiben, sondern den Eindruck des Vielfältigen, Frohen, Neuen, Belebenden in ein paar Worten einfangen:

  •  Wie schön war es, Nacken, Arme und Beine zusammengeführt zu erleben in der Herzmitte. Eine belebende Kraft ging davon aus.
  • Oder die Bandscheiben des Rückens als Sonnen zu erleben und ihnen durch entsprechende Übungen wieder ihren Raum zwischen den Wirbeln zurückzugeben.
  • In einer großen Gruppe in der Turnhalle teilzuhaben in selbstverständlicher Ruhe an zarten, wässrig- luftigem Bewegen, zu spüren wie durch „Wind in the Willow“ eine große Reinigung durch unsere Körper zieht, wie alles lockerer wird, leichter und lichter.
  • Zu erleben, dass der Ätherleib eben auch Bewegungsleib, Bildekräfteleib, Wasserleib und Gewohnheitsleib ist.
  • Wir konnten erahnen, dass das Ich außerhalb von mir auch eine Person ist und dass wir als Menschen eben dieses Ich uns zugehörig erleben dürfen.
  • Wir übten an Hands On-Techniken, die es erlauben, den Gewohnheitsleib in andere Bahnen zu lenken „Wo es funktioniert“, also so wie die Ströme helfend mitwirken im Bewegen.
  • Wir übten mit Freude Treppensteigen im großen Treppenhaus der Schule und versuchten dabei den aufwärts fließenden und abwärts fließenden Beinstrom einzuladen. Dadurch wird künftig das Treppenlaufen mühelos zu bewältigen sein!

Da gäbe es natürlich noch Vieles zu erzählen. Doch die Tage wirbelten ja so schön um uns herum, denn am Samstagabend war ein Fest angesagt. Nach dem Training verschwanden alle, man hörte die Duschen; und Damen wie Herren erschienen in festlicher Kleidung, rasiert und zart parfümiert, ohne Turnschuhe, dafür mit Schals und offenen Haaren! Jetzt gab es ein Festessen in der Mensa der Schule, gekocht von den wunderbaren Köchinnen, die extra dafür ihre wertvollen Ferien abgekürzt hatten. Ein großes Dankeschön an diese Crew!!!

Danach folgten Reden, Geschenke wurden übergeben, es wurde gesungen, gelacht, Erinnerungen tauchten auf und wurden geteilt, Jaimen spielte und sang ein Lied auf der Gitarre

UND DOROTHEA McMILLAN WURDE INNIG UND STARK GEWÜRDIGT ALS WUNDERBARE FRAU, OHNE DIE DIESES REICHE LEBEN MIT SPACIAL DYNAMICS® GAR NICHT MÖGLICH WÄRE.

Und dann tanzten Alle eine halbstündige Polonaise, die in einen von Bernard und Kerstin geführten Volkstanzabend aus aller Welt überging. Am Schluss waren die schönen Kleider verschwitzt und die Frisuren durcheinander…doch glücklich stolperten alle in ihre Betten.

Die Frage ist nun doch für alle:

  • Wie nehmen wir diese lebensstarken Anregungen in unseren Alltag mit?
  • Wo finden sie ihren Platz?
  • Warum vergessen wir immer wieder Wichtiges davon?
  • Wo erkennen wir sie in unserem Lebensumkreis?
  • Wie helfen sie uns, das Leben zu verwandeln?
  • Wo helfen sie uns Gesetze zu erkennen?

Für mich war dieser Kurs mit all den vielen Menschen, den Jubiläen, dem Fest, den Trainings durch und durch nährend und beglückend. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten dafür bedanken.

Dornach, 26.10.2025
Eva Sonnleitner